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Ein Leben ohne Müll – ist das überhaupt möglich?

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Eine Familie wagt das Zero-Waste-Experiment

Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, wie es ist ein Leben ohne jegliche Verwendung von Verpackungen – also Müll jeglicher Art – zu führen? Der erste Gedanke an ein müllfreies Leben klingt wohl beinahe utopisch, aber ein Zweiter regt zum nachdenken und vielleicht auch gleich zum Handeln an. Es ist wohlgemerkt kein Zuckerscklecken gänzlich auf die Produktion von Müll zu verzichten. Einen passenden Anglizismus für diese Lebensweise gibt es selbstverständlich auch schon: „Zero-Waste“, heißt wortwörtlich übersetzt „Null Müll“, was sich demzufolge auf eine „Null Verschwendung“ transferieren lässt. Gerade im Alltag fällt sowohl im eigenen Haushalt als auch unterwegs eine Menge Verpackungsmüll an. So ist das Bio-Gemüse noch einmal extra in Plastik verpackt und der Pappbecher des “Kaffee-To-go’s” trägt einen Einwegplastikdeckel auf den wir bei näherer Betrachtung eigentlich verzichten könnten.  Eine Familie aus dem Landkreis Rosenheim geht mit gutem Beispiel voran und hat das Zero Waste-Experiment gewagt eine zeitlang auf die Verschwendung von Ressourcen zu verzichten, was meint, dass sie versucht haben keinen Müll zu produzieren und die Umwelt damit nachhaltig zu schonen. Am Ende war klar – es ist kein Ding der Unmöglichkeit und auch wenn es schwierig war, möchte die Rosenheimer Familie künftig auf ihre Müllproduktion – der Umwelt zu Liebe – achten.

Ein Jahr ging der Versuch und der Erfolg ist nachhaltig zu spüren. Einige Erfahrungen sollen im Folgenden kurz aufgelistet werden: Bei der Familie steht ein Gurkenglas unter der Spüle, darin befinden sich eine Pflasterverpackung, ein Butterpapier, ein Klebestreifen und ein kleiner Aufkleber von einer Orange – der Restmüll aus einem ganzen Monat. Auch die Restmülltonne vor dem Haus der Familie ist so gut wie leer, obwohl sie einen ganzen Monat da stand. Lediglich einen kleinen Eimer mit Recycling-Müll wie Gläser oder Papier bringt die Familie einmal im Monat zum Wertstoffhof.  Die Familie geht mit Mehrweg-Gläsern und Körben zum Einkaufen und verzichtet somit ganz und gar auf Verpackungen. Beim Einkaufen achten sie darauf, Haushaltsgegenstände und Lebensmittel ohne Verpackung zu kaufen und keine Plastiktüten zu verwenden. Offenes Obst und Gemüse wandert direkt in den Korb, Milch gibt es in Mehrweg-Flaschen und für Käse und Fleisch nimmt die Familie Behälter mit in den Supermarkt. Produkte wie Reis, Mehl oder Zucker lässt sich die Familie in einer Mühle in der Nähe in Gläser abfüllen. Das ist aufwendig, verlangt viel Disziplin und ist zunächst natürlich erst einmal eine große Umstellung. Am Ende hat die Familie jedoch tatsächlich keinen Müll in Form von Verpackungen vorzuweisen. Lediglich ein bisschen Kompost von den Obstschalen wird hier entsorgt.

Mit weniger Müll gibt es mehr Zeit für die Familie

Dadurch, dass der „Null Verschwendungs“-Lebensstil eingeführt wurde, geht die Familie – im Gegensatz zu früheren Zeiten – nur noch selten einkaufen. Im Umkehrschluss bedeutet das mehr Zeit für die Familie. Sogar die Zahnpasta wird von nun an selbst hergestellt. Aus Birkenzucker und Soda entsteht ein Pulver, das zwar weniger schäumt als herkömmliche Zahnpasta, dafür aber genauso gut funktioniert. Sicherlich kann noch vieles mehr selbst hergestellt werden und ganz sicher lässt sich auf diese Weise eine Menge Müll einsparen, doch ist es tatsächlich möglich, voll und ganz ohne Müll zu leben? Ist Zero Waste doch eine Utopie? Ein Leben komplett ohne Müll sei auf Nachfrage der Familie nahezu unmöglich. Trotz zahlreicher kreativer Ideen stößt die Müllvermeidung in der Familie immer wieder an ihre Grenzen – die Kinder bekommen sehr oft Spielzeuge geschenkt, die schnell kaputt gehen. Im Bekanntenkreis muss sich die Familie ständig erklären und nicht immer stoßen die Eltern auf Verständnis.

Einkaufen nach Zero Waste-Prinzip

Sehr häufig muss die Familie beim Einkaufen Kompromisse eingehen. Da sie keine Nudeln lose bekommen, greifen sie auf Nudeln in recyclebaren Papierverpackungen zurück. Plastikverpackungen kaufen sie nur im Notfall, bspsw.  gibt es keine losen Gummibärchen in der Umgebung zu kaufen. Weder die Eltern noch die Kinder möchten trotz Zero Waste-Lifestyle nicht auf ihre Lieblingssüßigkeiten verzichten. Diese gibt es aber nur in Plastikverpackungen. Die beste Alternative ist für die Familie die Großpackung mit drei Kilogramm Gummibärchen. Immerhin spart die Familie hier 80 Prozent des Plastikmülls, die bei kleineren Packungen. Nach einem Jahr Zero Waste – Lifestyle zieht die Familie folgendes Résumée: Es ist durchaus möglich, den Müll um etwa 90 % zu verringern. Aber die restlichen 10 % liegen eben auf dem Kompost oder als Recycling-Müll beim Wertstoffhof und als Restmüll im Gurkenglas in der Küche. Insgesamt hat sich die Familie 26 volle Restmülltonnen in einem Jahr gespart.Es liegt letzten Endes an uns selbst, ob wir einen Beitrag für die Umwelt leisten möchten, indem wir an einigen Ecken und Kanten bewusster mit Verpackungsmüll umgehen. Allein das würde in der Masse sehr positive Auswirkungen haben. Verpackungsfrei einkaufen ist zumindest in vereinzelten Supermärkten einiger Großstädte, wie z.B. in Berlin oder auch Leipzig möglich. Selbst wenn man zweimal im Monat dort einkaufen würde, wäre das Ergebnis nachhaltig zu spüren. Seit kurzem gibt es auch einen “Unverpackt”-Onlineshop und auch die sogenannte Öko-Kiste wird immer beliebter, was der Umwelt mehr als zugute kommt.

So bleibt letzten Endes nur noch die allseits beliebte Moral der Geschichte: Wir alle sind für den Schutz der Natur veantwortlich. Wir alle wollen in einer Welt leben, die ohne Umweltverschmutzung existieren kann. Uns kann und darf die Umwelt nicht egal sein. Die Globale Erwärmung schreitet voran und wir als Bewohner dieser Erde sind dafür verantwortlich. So sollte jeder von uns auf seinen ökologischen Fußabdruck, den er hinterlässt, Acht geben und überlegen welchen Beitrag er für eine saubere Welt (ohne Verpackungen) leisten kann. Wir von entsorgo.de versuchen unser Bestes und das sollte sich jeder von uns auf die Fahnen schreiben.

 

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