Styropor entsorgen – So geht es richtig in 2019

Styropor richtig entsorgen – Styropor Container von Entsorgo 

Wer kennt es nicht, mit großer Freude packt man seine neuste Errungenschaft aus dem Elektrofachmarkt seines Vertrauens aus und kann es kaum abwarten zum Beispiel den neuen Staubsauger zu testen. Doch dann stellt man sich auch schnell die Frage – wohin nun mit dem ganzen Verpackungsmaterial? Vor allem mit dem aufgeschäumtem Kunststoff, der den neuen Staubsauger vor Stößen geschützt hat? Jeder von uns kennt das expandierte Polystyrol (EPS), besser bekannt als Styropor. Das Leichtgewicht unter den Kunststoffen ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Ob als Verpackungsmaterial, bei der Herstellung von Fahrradhelmen oder als Fassadendämmung im Baugewerbe – die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert. Doch nun stellt sich die Frage: wohin mit all dem Styropor Müll?

Die Entsorgung vom Dämmmaterial Styropor wurde in den letzten Jahren heftig kritisiert und diskutiert. Neue Verordnungen wurden erlassen und dann doch wieder zurückgenommen. Man findet viele Informationen zu dem Thema Styropor Entsorgung, allerdings auch widersprüchliche Aussagen. Doch wir von Entsorgo fassen nun die wichtigsten Fakten für dich zusammen, damit du mit Sicherheit weißt, wie Styropor zu entsorgen ist. Kleiner Tipp: für Schnellleser findest du eine übersichtliche Zusammenfassung am Ende dieses Artikels. 

 

Styropor im Alltag

Wusstest du, dass Styropor zu 98% aus Luft besteht? Die restlichen 2% bestehen aus dem Kunststoff Polystyrol, welches mit Hilfe von Styrol in einem chemischen Verfahren hergestellt wird. Diese besondere Eigenschaft gibt Styropor auch seinen neuen Namen. Denn seit 2014 ist Styropor nun europaweit unter dem Namen airpop® bekannt. Doch egal wie das Material nun heißt, die Eigenschaften bleiben gleich: unglaublich leicht und sehr gut isolierend. Somit schützt Styropor alles, was zuverlässig geschützt werden muss – vom Fernseher über Kinderköpfe bis hin zu Organen. Ja, richtig gehört! Der Transport von lebenswichtigen Orangen erfolgt in einem Styropor Behälter.

 

Unter dem neuen Namen airpop® schließen sich nun etwa 200 klein- und mittelständische Unternehmen aus Europa zusammen. Sie produzieren jährlich circa 300.000 Tonnen Styropor in Form von Verpackungen und anderen Formteilen für unterschiedlichste Zwecke. Die größten Abnehmer sind hierbei die Möbelbranche, Lebensmittelindustrie und Hausgeräte- und Elektroindustrie.

 

Verpackungsmaterial – Styropor richtig entsorgen

Styropor der im Haushalt oder im täglichen Alltag anfällt, lässt sich ganz einfach über die gelbe Tonne entsorgen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, ist Deutschland ein Vorreiter im Recycling von EPS-Verpackungen. Durch das öko-effiziente Verfahren wird rund 56% des gebrauchten Verpackungsmaterial in den Kreislauf zurückgeführt und wieder nutzbar gemacht. Um die natürlichen Ressourcen zu sparen und unsere Umwelt vor noch mehr Verpackungsmüll zu schützen, gehören Styropor Verpackungen in den gelben Sack! Außerdem sind Geschäfte dazu verpflichtet Verpackungsmüll wieder zurückzunehmen. Kleine und verschmutzte EPS Teile sollten allerdings im normalen Restmüll entsorgt werden.

 

 

Dämmmaterial – Styropor auf der Baustelle

EPS kommt durch seine hervorragende isolierende Eigenschaft nicht nur bei Verpackungen vor, sondern vor allem auch bei der Dämmung von Hausfassaden, Kellerwänden und Dächern. Hierbei werden die beiden Dämmstoffe Styropor und Styrodur unterschieden:

 

  • Styropor – auch EPS (expandiertes Polystyrol) genannt wird hauptsächlich bei der Fassadendämmung als Wärmedämmverbundsystem (kurz WDVS) eingesetzt
  • Styrodur – auch XPS (extrudiertes Polystyrol) genannt findet wiederum bei der Außendämmung von Kellerwänden und der Flachdachdämmung sein Anwendungsgebiet.

 

Beide Arten von Kunststoff werden sehr gerne im Baugewerbe eingesetzt, da sie sehr witterungsbeständig, günstig und vielseitig einsetzbar sind. Vor allem auch die hervorragende Dämmleistung steht hier im Vordergrund. Allerdings sind die Hartschaumplatten auch leicht brennbar, was gerade beim Hausbau verheerende Folgen mit sich führen kann. Um eine rasche Ausbreitung und große Schäden zu vermeiden, wird den Dämmplatten meist ein Flammenschutzmittel hinzugefügt. Bis vor Kurzem war das in den meisten Fällen das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD).

Und gerade der Bestandteil HBCD hat in den letzten Jahren für viele Trubel gesorgt. In 2013 wurde HBCD als in der Umwelt schwer abbaubarer organischer Schadstoff (POP) unter der Stockholm-Konvention eingestuft.

Doch was ist HBCD eigentlich? Im Grund genommen soll der Stoff unserer Sicherheit dienen und im Brandfall eine rasche Ausbreitung des Feuers verhindern. Doch HBCD gilt nur als sicher, wenn es in den EPS Platten gebunden ist. Bei Abrissarbeiten oder Bränden kann der Schadstoff allerdings freigesetzt werden – und dies hat erhebliche Folgen! Bei Menschen und Tieren dringt der Stoff in den Organismus ein und kann sich somit negativ auf Embryonen und Neugeborene auswirken. Außerdem wird vermutet, dass Dämmplatten mit HBCD hochgiftige Dioxinen und Furanen im Brandfall sogar noch fördern und somit Menschen in der Umgebung stark schädigen. Weiterhin kann der langlebige Stoff sehr schlecht von der Umwelt abgebaut werden und gilt als sehr giftig für Gewässerorganismen. Um den Stoff wieder unschädlich zu machen, bedarf es laut Umweltbundesamt einer thermischen Behandlung.

 

EPS Dämmmaterial richtig entsorgen

Seit 2013 wird der Schadstoff nun weltweit schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Bis dahin konnte man EPS Platten ganz einfach als Kunststoff- oder gemischten Bauabfall entsorgen. Allerdings ist 2016 eine neue Verordnung in Kraft getreten, wodurch Styropor mit HBCD Bestandteil als gefährlicher Abfall, also als Sondermüll entsorgt werden muss. Das neue Gesetz zur Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen sorgte allerdings für totales Chaos auf dem Entsorgungsmarkt. Denn gefährlicher Abfall darf nicht zusammen mit anderem Bauschutt entsorgt werden, sondern es bedarf einer Sondergenehmigung. Allerdings konnten viele Müllverbrennungsanlagen die Sondergenehmigung nicht vorweisen, wodurch es zu Engpässen bei der Entsorgung von EPS Dämmplatten kam und die Kosten in die Höhe schossen. Um dem entgegenzuwirken hat die Bundesregierung die Einstufung von HCBD als Sondermüll gänzlich wieder zurückgenommen. Doch wie werden Styropor Dämmplatten denn nun entsorgt?

 

Styroporplatten mit HBCD

Diese Dämmstoffe gelten nun nicht mehr als gefährliche Abfälle, unterliegen aber trotzdem der Nachweis- und Registerpflicht. Die EPS Platten mit HBCD dürfen allerdings nicht mit dem Bauschutt vermischt werden und müssen getrennt gesammelt werden, zum Beispiel in einem Styropor Container von Entsorgo. Unternehmen, welche Dämmstoffe mit HBCD entsorgen möchten, benötigen demnach einen Übernahmeschein eines Entsorgungsbetriebs. Auf diesem muss die entsorgte Menge und fachgerechte Trennung bestätigt werden. Doch bei manchen kleinen Bauvorhaben ist einfach nicht genügend Platz, um vor Ort eine Trennung zu vollziehen. Doch Entsorgo bietet hier die Möglichkeit das Trennen zu einem späteren Zeitpunkt zu übernehmen und dann den wichtigen Übernahmeschein auszustellen. Dies erfolgt allerdings nur vertraglich geregelt und in Ausnahmefällen. Doch da uns von Entsorgo eine fachgerechte Entsorgung von Styropor sehr am Herzen liegt, finden wir gemeinsam mit dem Bauherren immer eine passende Lösung.

 

Styroporplatten ohne HBCD

Diese Dämmstoffe gelten nicht als gefährlicher Abfall und unterliegen auch keiner Nachweis- und Registerpflicht. EPS Platten ohne HBCD können demnach als gemischter Bau- und Abbruchabfall entsorgt werden. Empfehlenswert ist es allerdings die Dämmplatten getrennt zu sammeln und als sortenreines EPS zu entsorgen. Entsorgo nimmt nur Monochargen von Bauunternehmern entgegen, damit die Styroporplatten recycelt und weiterverwendet werden können, um wertvolle Ressourcen zu schonen.

 

HBCD in Dämmplatten erkennen

Nun stellt sich allerdings die berechtigte Frage, wie erkennt man als Bauherr diese umweltschädlichen HBCD-behafteten Dämmplatten? Alle Dämmplatten, welche nach dem 01.01.2016 hergestellt und verkauft wurden, dürfen kein HBCD mehr enthalten. Als neues Flammschutzmittel wird nun meist Polymer FR beigesetzt. Die meisten Hersteller kennzeichnen nun EPS Material ohne HBCD mit verschiedenen Farben, wie zum Beispiel gelbe EPS-Kügelchen. Auch auf dem Etikett der Dämmplatten findet man den Hinweis “HBCD-frei”.

Bei Dämmplatten, die vor 2016 gekauft und verarbeitet wurden, sollte vor dem Abriss großer Mengen der HBCD-Gehalt geprüft werden. Hierfür müssen die Hersteller von Dämmstoffen Auskunft geben, ob ihre EPS Platten HBCD enthalten. Das Umweltbundesamt stellt hierfür ein Musterschreiben zur Verfügung. Dieser vorformulierte Brief muss einfach nur vom Handwerker oder Bauherr ausgefüllt und an den Hersteller geschickt werden. Dieser ist dann gesetzlich dazu verpflichtet innerhalb von 48 Tagen eine Antwort zu übermitteln. Doch wie so oft wird ein Bauvorhaben von Eile getrieben. Daher bietet Entsorgo hier einen Schnelltest für HBCD-haltige EPS Platten. Hierfür benötigen wir nur zwei postkartengroße Proben des EPS Dämmstoffs vom Bauherren. Innerhalb weniger Tage wissen wir, ob der Dämmstoff belastet ist und wie er richtig zu entsorgen ist. Wir kümmern uns dann gerne um die Entsorgung der alten Styropor-Dämmplatten.

 

Styropor Container – Kosten für eine Entsorgung

Bei einem Häuserabriss oder Umbau fallen in der Regel große Mengen an Styropor Abfällen an, meist in der Form von EPS Dämmplatten mit oder ohne HBCD. Wir empfehlen daher eine Entsorgung über einen Styropor Container. Bei der Entsorgung von Styropor sollte allerdings folgendes beachtet werden:

 

  1. Styropor und Styrodur Abfälle sollten getrennt voneinander gesammelt werden
  2. Weder Styropor noch Styrodur sollten mit Baumischabfällen gemischt werden, sondern sortenrein entsorgt werden
  3. Styropor mit HBCD unterliegt der Nachweis- und Registrierpflicht

 

Die Kosten für Styropor Container variieren jedoch deutschlandweit. Mit unserem Entsorgo Online Rechner lassen sich die Kosten deutschlandweit allerdings ganz einfach bestimmen. Einfach deine Adresse eingeben, die gewünschte Abfallart wählen und schon erhältst du verbindliche Preise für verschiedenen Containergrößen. Anschließend wählst du noch ein gewünschtes Abstelldatum und schon ist deine Styropor Container Bestellung abgeschlossen. Um alles Weitere kümmert sich dann dein Entsorgo Team. Für eine Entsorgung von Styropor mit HBCD oder FCKW bitten wir dich uns persönlich zu kontaktieren.

 

Was kostet es Styropor zu entsorgen – Kosten & Preise

Zum Beispiel gestalten sich die Preise für die Entsorgung von Styropor mit oder ohne HBCD per Container in Berlin wie folgt:

 

Styropor Container Größe Preis mit MwSt ohne Deckel Preis mit MwSt mit Deckel
3 m3 493,00€ 514,00€
5 m3 589,00€ 610,00€
7 m3 707,00€ 728,00€
10 m3 1178,00€ 1200,00€
12 m3 1414,00€ 1435,00€
15 m3 1767,00€ 1789,00€

 

 

 Styropor richtig entsorgen – Tipps für Schnellleser

  1. Styropor ist nicht gleich Styropor – verschiedene Arten müssen unterschiedlich entsorgt werden.
  2. Styropor der im Alltag als Verpackungsmaterial anfällt sollte über die gelbe Tonne entsorgt werden oder zurück ins Geschäft gebracht werden.
  3. Kleine und verschmutzte Styropor Teile sollten allerdings über den Restmüll entsorgt werden.
  4. Styropor wird durch seine gut isolierenden Eigenschaften auch als Dämmstoff im Baugewerbe genutzt.
  5. EPS Dämmplatten, welche vor 2016 hergestellt und verbaut wurden enthalten oft den Stoff HBCD.
  6. Die Entsorgung von Produkten ohne HBCD kann über den Baumisch- und Abbruchabfall erfolgen. Allerdings empfehlen wir nur sortenreines EPS und XPS zu entsorgen und bei Recyclinghöfen abzugeben. Kontaktiere für die Entsorgung am besten ein örtliches Entsorgungsunternehmen oder Recyclinghof.
  7. EPS Platten mit HBCD unterliegen der Registrier- und Nachweispflicht und dürfen nicht ohne Weiteres entsorgt werden. Wir empfehlen die Entsorgung über einen sortenreinen Styropor Container durchzuführen. Wichtig ist am Ende der Erhalt eines Übernahmeschein eines Entsorgungsbetriebes.
  8. Der Preis für die Entsorgung eines Styropor Containers ist abhängig von der Region, Menge und Art von Styropor. Große Mengen an EPS Dämmplatten sollten fachmännisch von einem Entsorgungs-Profi entsorgt werden. Benutze einfach unseren Entsorgo Online Rechner, um einen verbindlichen Preis für deinen Styropor Container zu erhalten.