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Solarmodule und Balkonkraftwerk entsorgen: Rückgabe, Recycling, Kosten

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Solarmodule und Balkonkraftwerk entsorgen: Rückgabe, Recycling, Kosten

Lesedauer ca. 4 Minuten

Solarmodule sind Elektroschrott: Wir zeigen Dir, wie Du Balkonkraftwerk und PV-Module richtig entsorgst – von der kostenlosen Rückgabe am Wertstoffhof über die neuen ElektroG-Regeln 2026 bis zu Recycling und Kosten.

Inhaltsverzeichnis

  • Solarmodule sind Elektroschrott: Privat gibst Du sie in haushaltsüblichen Mengen kostenlos am Wertstoffhof ab – dort gibt es seit 2026 eine eigene Sammelgruppe für PV-Module.
  • Balkonkraftwerk immer zerlegen: Modul und Wechselrichter getrennt abgeben, ein Speicher-Akku gehört zur Batterie-Rücknahme – niemals in den Container.
  • Seit dem 01.01.2026 gilt das novellierte ElektroG: gekennzeichnete Rücknahmestellen (Stecker-Logo) und klarere Regeln für die PV-Rückgabe.
  • Bei größeren Mengen oder kompletten Anlagen übernimmt Entsorgo die Abholung und fachgerechte Entsorgung Deiner Solarmodule.

Ein Balkonkraftwerk entsorgst Du nicht über den Hausmüll, sondern als Elektroschrott: Solarmodule und Wechselrichter kannst Du in haushaltsüblichen Mengen kostenlos am kommunalen Wertstoffhof abgeben. Wichtig ist, die Anlage vorher zu zerlegen – Modul, Wechselrichter und ein eventueller Speicher-Akku gehen getrennte Wege. Bei größeren Stückzahlen oder kompletten Dachanlagen übernehmen Entsorgungsdienstleister wie Entsorgo die Abholung.

Solarmodule sind Elektroschrott: Das regelt das ElektroG seit 2026

Der PV-Boom der letzten Jahre hat Millionen Module auf deutsche Dächer und Balkone gebracht – und jedes davon erreicht irgendwann sein Lebensende. Studien rechnen damit, dass ab etwa 2029/2030 jährlich rund 400.000 Tonnen Altmodule in Deutschland anfallen, wenn die ersten großen EEG-Jahrgänge aus der Förderung laufen. Zum Vergleich: Aktuell sind es nur rund 10.000 Tonnen pro Jahr. Das Thema wird also für immer mehr Haushalte relevant.

Rechtlich sind Photovoltaikmodule Elektrogeräte und fallen unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), dort in die Kategorie 4 (Großgeräte). Zum 1. Januar 2026 ist die große ElektroG-Novelle wirksam geworden. Für Dich als Verbraucher sind vor allem zwei Punkte wichtig:

  • Rücknahmestellen im Handel und bei Herstellern müssen seit Januar 2026 einheitlich mit dem neuen „Stecker-Logo“ gekennzeichnet sein – Du erkennst also auf einen Blick, wo Altgeräte angenommen werden.
  • Auf den Wertstoffhöfen werden PV-Module in einer eigenen Sammelgruppe (Gruppe 6) erfasst; das Einsortieren erfolgt unter Aufsicht des Personals, damit die Module möglichst bruchfrei ins Recycling gehen.

Eine wichtige Abgrenzung: Solarthermie-Kollektoren (Warmwasser statt Strom) sind kein Elektroschrott – wie Du sie richtig entsorgst, erklären wir im separaten Ratgeber „Solarthermie entsorgen“.

Balkonkraftwerk entsorgen: Modul, Wechselrichter und Speicher trennen

Ein Balkonkraftwerk ist keine einzelne Komponente, sondern ein kleines System – und genau so musst Du es auch entsorgen. Bevor es losgeht: Stecker ziehen, Anlage vom Netz trennen und die Steckverbindungen zwischen Modul und Wechselrichter lösen. Beim Abbau eines Balkonkraftwerks darfst Du selbst Hand anlegen; nur bei fest installierten Dachanlagen sollte eine Elektrofachkraft die Demontage übernehmen, weil dort mit gefährlichen Gleichspannungen gearbeitet wird.

  • Solarmodul: als Elektroschrott zum Wertstoffhof (Sammelgruppe für PV-Module).
  • Wechselrichter: ebenfalls Elektroschrott, wird aber getrennt vom Modul erfasst – als Kleingerät nehmen ihn auch viele Händler zurück. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Elektroschrott-Entsorgung.
  • Speicher/Akku: gehört auf keinen Fall in den Elektroschrott-Container. Lithium-Akkus sind brandgefährlich und werden über die Batterie-Rücknahme entsorgt – alle Details findest Du auf unserer Seite zur Batterie-Entsorgung.
  • Halterung und Kabel: Aluminium- oder Stahlhalterungen sind Metallschrott, Anschlusskabel mit Stecker zählen zum Elektroschrott.

Private Rückgabe: Wertstoffhof, Handel und Hersteller

Für Privatpersonen ist die Entsorgung in der Regel kostenlos. Der einfachste Weg führt zum kommunalen Wertstoffhof: Dort gibst Du Deine Module in haushaltsüblichen Mengen ab – je nach Kommune sind das meist bis zu 20 bis 50 Module beziehungsweise etwa 40 Quadratmeter Modulfläche. Für ein Balkonkraftwerk mit ein bis vier Modulen bist Du damit auf jeden Fall im grünen Bereich. Frag im Zweifel vorher kurz bei Deinem Entsorgungsbetrieb nach, welche Mengengrenze vor Ort gilt.

Daneben gibt es die Händler-Rücknahme: Große Elektrofachmärkte und Onlinehändler mit entsprechender Lager- oder Verkaufsfläche müssen kleine Elektrogeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge – etwa den Wechselrichter Deines Balkonkraftwerks – auch ohne Neukauf zurücknehmen. Größere Geräte wie komplette Module nehmen sie beim Kauf eines gleichwertigen Neugeräts zurück. Manche Balkonkraftwerk-Anbieter und Modulhersteller bieten zudem eigene Rücknahmesysteme an – erkennbar seit 2026 am Stecker-Logo.

Gewerbliche Mengen und komplette PV-Anlagen

Stammen die Module aus einer gewerblichen Anlage oder überschreitet die Menge das haushaltsübliche Maß, greift die B2B-Schiene: Hersteller müssen für gewerbliche Altmodule eine zumutbare Rückgabemöglichkeit schaffen, in der Praxis läuft vieles über Sammelsysteme wie PV Cycle, die größere Chargen – oft ab rund 40 Modulen – direkt vor Ort abholen. Voraussetzung ist meist, dass die Module sortenrein gestapelt und transportsicher auf Paletten bereitstehen. Verlass Dich dabei aber nicht auf das Wort „Rücknahme“: Kostenlos ist die Entsorgung für Gewerbetreibende in der Praxis nicht – kalkuliere für gewerbliche Altmodule mindestens rund 200 € pro Tonne für Demontage, Verpackung, Transport und Abwicklung.

Du willst Dich nicht selbst um Logistik, Verpackung und Nachweise kümmern? Bei größeren Mengen oder kompletten Anlagen übernimmt Entsorgo die Abholung und fachgerechte Entsorgung Deiner Altmodule – deutschlandweit, inklusive Entsorgungsnachweis.

Modulpalette oder komplette PV-Anlage?

Schick uns kurz Menge, Modultyp und Standort – wir holen Deine Altmodule ab und kümmern uns um Recycling und Entsorgungsnachweis. Du bekommst ein unverbindliches Angebot.

Abholung anfragen

Defekte und beschädigte Module: Vorsicht bei Glasbruch

Nach Sturm, Hagel oder einem Sturz vom Balkon sind Module oft gebrochen. Dann gilt: Handschuhe anziehen, Scherben aufnehmen und das Modul möglichst flach – etwa auf einer Palette oder zwischen Kartons – transportieren, damit nichts weiter splittert. Gebrochene Module bitte immer beim Personal des Wertstoffhofs anmelden, statt sie einfach in den Container zu legen.

Besondere Sorgfalt ist bei Dünnschichtmodulen geboten: Sie können Cadmium (CdTe-Module) enthalten, und in den Lötverbindungen älterer kristalliner Module steckt oft Blei. Bei intakten Modulen sind diese Stoffe sicher eingeschlossen – bei Bruch sollten sie aber nicht in Boden oder Hausmüll gelangen. Genau deshalb ist die getrennte Erfassung als Elektroschrott Pflicht. Ein beschädigter Batteriespeicher ist übrigens ein Sonderfall mit Brandrisiko: Er gehört in fachkundige Hände und niemals in die normale Sammlung.

Mehr als ein paar Module zu entsorgen?

Ob Hagelschaden oder Rückbau: Wir holen auch beschädigte Module sicher ab – gut verpackt und fachgerecht verwertet.

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Was passiert beim Recycling von Solarmodulen?

Ein Solarmodul ist ein kleines Rohstofflager: Der Großteil besteht aus Glas und Aluminium, dazu kommen Silizium, Kupfer und Kunststoffe. Im Recycling wird zuerst der Aluminiumrahmen abgetrennt und die Anschlussdose entfernt, danach werden Glas und Zellverbund mechanisch oder thermisch voneinander gelöst. Moderne Verfahren erreichen Verwertungsquoten von über 90 Prozent – geforscht wird derzeit vor allem daran, auch das hochreine Silizium und das Silber der Zellen zurückzugewinnen.

MaterialAnteil am Modul (ca.)Verwertung
Glas70–75 %Neues Flach- oder Behälterglas, Dämmstoffe
Aluminium (Rahmen)ca. 10 %Nahezu vollständig recycelbar
Kunststoffe (Folien, EVA)ca. 10 %Meist energetische Verwertung
Silizium3–5 %Rückgewinnung im Aufbau, teils für neue Zellen
Kupfer, Silberca. 1 %Rückgewinnung als Metallkonzentrat

Kosten: Was kostet es, Solarmodule zu entsorgen?

Die gute Nachricht zuerst: Für Privatpersonen ist die Abgabe am Wertstoffhof kostenlos, denn die Entsorgungskosten sind über die Herstellerverantwortung des ElektroG bereits abgedeckt. Kosten entstehen erst dort, wo Zusatzleistungen nötig sind:

LeistungTypische Kosten
Abgabe am Wertstoffhof (privat, haushaltsübliche Menge)kostenlos
Rücknahme über Sammelsysteme (größere Chargen, palettiert)für Gewerbe nicht kostenlos – mind. ca. 200 € pro Tonne einkalkulieren
Abholung kleinerer Mengen / Einzelmodule durch Dienstleisterca. 1–10 € pro Modul zzgl. Anfahrt
Demontage einer Dachanlage durch Elektrofachkraftje nach Größe mehrere hundert bis über 1.000 €
Entsorgung beschädigter Speicher/Akkusnach Aufwand, individuelle Anfrage

Tipp: Hol Dir für Demontage plus Entsorgung ein Komplettangebot ein – das ist meist günstiger als zwei getrennte Aufträge. Über unser Kontaktformular bekommst Du schnell und unverbindlich ein Angebot für Abholung und fachgerechte Verwertung, egal ob Balkonkraftwerk, Modulpalette oder komplette Anlage.

Alte Module oder eine komplette Anlage zu entsorgen?

Vom Balkonkraftwerk bis zur Dachanlage: Wir kümmern uns um Abholung und fachgerechtes Recycling Deiner Solarmodule – transparent kalkuliert.

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  • ✓ Festpreis ohne versteckte Kosten – Stellung, Abholung und Entsorgung inklusive
  • ✓ Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb – auf Wunsch mit Entsorgungsnachweis
  • ✓ Deutschlandweit verfügbar – schnelle, planbare Abwicklung

Häufige Fragen

Kann ich mein Balkonkraftwerk komplett am Wertstoffhof abgeben?

Ja – Module, Wechselrichter und Kabel nimmt der Wertstoffhof kostenlos an, allerdings getrennt: Die Module kommen in die eigene PV-Sammelgruppe, der Wechselrichter zu den Elektrokleingeräten. Nur ein Speicher-Akku läuft separat über die Batterie-Rücknahme.

Wohin mit dem Speicher-Akku des Balkonkraftwerks?

Lithium-Speicher gehören niemals in den Elektroschrott-Container oder Hausmüll – es besteht Brandgefahr. Gib sie bei Rücknahmestellen für Industriebatterien, beim Händler oder über einen Entsorgungsdienstleister ab. Beschädigte Akkus immer vorher anmelden.

Nimmt der Händler alte Solarmodule zurück?

Große Händler müssen Module in der Regel nur beim Kauf eines gleichwertigen Neugeräts zurücknehmen (1:1-Rücknahme). Kleingeräte bis 25 Zentimeter – etwa Wechselrichter – nehmen sie auch ohne Neukauf an. Rücknahmestellen erkennst Du seit 2026 am einheitlichen Stecker-Logo.

Was kostet die Entsorgung eines defekten Solarmoduls?

Als Privatperson zahlst Du am Wertstoffhof auch für defekte Module nichts. Kosten entstehen nur, wenn Du eine Abholung beauftragst oder eine Dachanlage demontieren lässt – dann lohnt sich ein Komplettangebot inklusive Entsorgung.

Quellen

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