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So erkennst Du Asbest
der umfassende Ratgeber 2021

Wir zeigen, wie Du Asbest richtig erkennst. An verschiedenen Asbestarten und Beispielen zeigen wir Dir Tipps aus der Praxis.

Inhalt
Berater entsorgo

VON Theo Weiss veröffentlicht am 01.01.2021 | Lesedauer ca. 3 Minuten

Was ist Asbest?

Die ehemals als Wunderfaser bezeichnete mineralische Naturfaser kann nach ihrer technischen Aufbereitung und dank ihrer Beständigkeit gegen Hitze, Säuren und Zersetzung in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten verwendet werden. Bis zu Erkenntnissen über seine gesundheitsschädigenden Eigenschaften wurde Asbest im Bauwesen, bei der Wärmedämmung, als Brandschutz, in der Autoreifenindustrie sowie für Herstellung von Arbeitsschutzkleidung verwendet.

Asbestbindung und -arten

Unter dem Begriff Asbest vereinen sich nicht nur verschiedene faserförmige Silikat-Mineralien unterschiedlichster Faserlänge und Farbgebung, sondern man unterscheidet Abest vor allem auch nach seiner Bindung. Diese hängt direkt mit der Lebensdauer des Materials sowie der Gefährdung für Mensch und Umwelt zusammen.

Man unterscheidet in fest gebundenen, mäßig gebundenen und schwach gebundenen Asbest.

BindungRohdichteAsbestanteil
Fest Gebunden< 140010-15%
Mäßig gebunden>1000 und <140010-60%
Schwach gebunden<1000>60%

Fest gebundener Asbest wurde vor allem in Asbestzement verwendet und bedeutete aufgrund des geringen Asbestanteils und der höhren Dichte eine geringere gesundheitliche Gefährdung. Asbestzement wurde vor allem bei Dach- und Wellplatten, Bodenbelägen, als Kleber wie Bitumkleber und für Rohre und Kabelbahnen verwendet. Ein gesundheitliches Risiko kam erst bei Abnutzung oder äußeren Einwirkungen auf fest gebundenen Asbest zustande.

Schwach gebundener Asbest war vor allem Teil von Spritzasbest, welcher vor allem als Brandschutzmittel verwendet wurde, aber auch in Gipsen und Verputzung sowie in Leichtbauplatten sowie Filtern und Geweben zu finden. Schwach gebundener Asbest zeigt sich als besonders gesundheitsgefährdend, da der Asbestanteil deutlich höher liegt und die schwachen Bindungen die Freisetzung von schädlichen Asbestfasern begünstigten.

Eigenschaften von Asbest

Eigenschaften
Faserlänge : im Gestein bis 300mm, nach Aufbereitung 10-20mm
zwei Hauptformen von Silikaten : Serpentingruppe und Amphibolgruppe
Serpentingruppe: Chrysotil (Weißasbest) Amphibolgruppe: Grunerit (Braunasbest), Krokydolith (Blauasbest), etc.
Farbe : weiß und grün (Chrysotil*), bläulich (Krokydolith), bräulich (Grunerit)
Zugfestigkeit: 590-920N/mm2 (Serpentin) 610-820N/mm2 (Amphibol)
Schmelztempratur: 1550*C
Dichte: 2,53 – 2,65 g/cm3 (Serpentin) 3,28 – 3,60g/m3 (Amphibol)
 
*Info: Chrysotil oder auch Weißasbest wird bzw. wurde am häufigsten industriell in Absetzement verwendet.

Kann man Asbest am Geruch oder Aussehen erkennen?

Einem Laien dürfte es schwerfallen, asbesthaltige Baustoffe oder Formstücke zu erkennen, denn die Fasern haben weder ein unverwechselbares Aussehen noch einen besonderen Geruch. Gerade Glas- und Mineralfasern ähneln Asbestfasern mitunter stark. Wer sich unsicher ist, ob in seinem Haus Asbest verbaut wurde, sollte in jedem Fall einen Fachmann konsultieren. Dennoch gibt es Hinweise darauf, ob sich unter Umständen Asbest in den eigenen vier Wänden befindet. Wie etwa, wann das Haus erbaut wurde und welche Materialien im oder am Haus verbaut wurden.

Info

Asbest wurde zwischen den Jahren 1960 und 1990 besonders häufig verwendet. Sollten Häuser oder Wohnungen in dieser Zeit erbaut oder saniert worden sein, sollte man vor der Sanierung, Renovierung oder dem Abriss Materialproben auf Asbest testen lassen.

Wo kann Asbest enthalten sein?

Auch wenn es um Materialien aus fest gebundenem Asbest handelt, sollten bei der Demontage, Sanierung und Entsorgung von Asbest stets die geltenden Vorschriften und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Bevor man selbst Hand anlegt, sollte man bei der geringsten Vermutung von vorhandenem Asbest sowohl Tests als auch jegliche Asbest-Arbeiten vom Profi machen lassen. Wer die Entsorgung selbstständig vornehmen möchte, sollte sich vorab umfassend informieren und schützen.

Asbest-Tests: Luft- und Materialproben

Wenn Du aufgrund der verwendeten Materialien und des Alters deines Hauses Baustoffe und Materialien aus Asbest vermutest, können Dir Profi-Tests und Schnelltests für Zuhause weiterhelfen. Dabei kann man sowohl die Raumluft als auch das Material testen. Die Proben werden dann an ein entsprechendes Labor geschickt und dort mit High-Tech-Verfahren analysiert. Da bei der Materialentnahme ein Gesundheitsrisiko entsteht, raten wir dringend davon ab, solche Tests selbstständig durchzuführen. Lass das von einem der vielen Profis machen, die die richtigen Schutzvorkehrungen treffen und alle Vorschriften zu dem Thema kennen.
Asbest im Haus

Wir klären häufige Fragen, zum Thema Asbest erkennen

Asbest lässt sich mit dem bloßen Auge für Laien nicht von anderen Baustoffen unterscheiden. Hilfreich ist es aber zu wissen, dass Asbest vor 1995 vor allem in Dach- und Fassadenplatten verbaut wurde. Bei Häusern, die vor dieser Zeit gebaut oder saniert wurden, wurde mit großer Wahrscheinlichkeit Asbest verbaut. Zur einwandfreien Feststellung bedarf es einer Probenanalyse durch einen Fachmann.
Asbesthaltige Putze und Spachtelmassen unterscheiden sich optisch nicht von anderen Belägen. Sie müssen mithilfe einer Probe in einem Labor getestet werden. Wenn Bau- oder Sanierungsarbeiten vor 1995 durchgeführt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man auf asbesthaltigen Putz stößt.
Asbest kann man nicht am Geruch erkennen, gibt keine Strahlung ab und auch optisch lässt es sich nicht zweifelsfrei von anderen ungefährlichen Materialien unterscheiden.
Asbestfasern sind unvergänglich und verbleiben lebenslang im Körper sobald sie einmal eingeatmet wurden. Die feinen Fasern lassen sich auch Jahrzehnte nach dem Kontakt noch in der Lunge nachweisen. Im Blut sind die Fasern nicht zu finden, sie können aber für eine geringere Sauerstoffkonzentration im Blut sorgen aufgrund der geschädigten Lunge.

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