Rigips Entsorgung – Container für Gipskartonplatten

Wo werden Baustoffe aus Gips eingesetzt?

Gerade im Trockenbaubereich findet Rigips oder auch Gipskarton häufige Verwendung. Das liegt daran, dass Rigips sowohl strapazierfähig und stabil als auch schnell zu verbauen ist. Wände aller Art, ob Zimmerwände, Trennwände, oder nichttragende Decken werden häufig aus diesem Baustoff gebaut. Entsprechend können Gipsabfälle sowohl auf Baustellen als auch in den eigenen vier Wänden anfallen. Doch was ist Gips eigentlich und was gibt es bei der Entsorgung zu beachten?

Gips – schnell erklärt

Gips ist ein Naturprodukt, ein so genanntes Mineral, und wird zur Verarbeitung im Baugewerbe entsprechend präpariert. Natürlicherweise ist Gips wasseranziehend und daher besser im Innenbereich sowie fernab von Nasszellen zu verwenden. Anderenfalls müssen imprägnierte Gipskartonplatten verwendet werden. Dagegen bietet es aufgrund des im Gips enthaltenen Kristallwassers einen nützlichen Feuerschutz. Heutzutage verwendet man Gips in der Bautechnik hauptsächlich für Gipswandbauplatten und Gipskartonplatten.

Was unterscheidet die Gipsarten?

Gips taucht in der Natur in unterschiedlichen Varietäten auf. Es umfasst sowohl den massiven, feinkörnigen Alabaster als auch das gröbere Fasergips. Im Baugewerbe kommt Gips als Gipswandbauplatten und als Gipskartonplatten zum Einsatz.
Gipswandbauplatten sind etwas dicker als Gipskartonplatten. Sie bestehen aus Stuckgips (auf 130-160° erhitzter Gips) und werden zum Bau von nichttragenden Innenwänden und Schachtwänden eingesetzt und verfügen über eine Nut-und-Feder-Verbindung.[1]
Gipskartonplatten besitzen eine beidseitige Kartonage und sind dünner als die Wandbauplatten aus Gips. Sie werden ebenfalls zum Bau leichter, nichttragender Wände verwendet sowie für abgehängte Decken oder Estriche. Sie haben zudem den Vorteil der Schallisolierung.

Wie wird Gips entsorgt? Kleine Mengen vs. große Mengen

Bei einem Auszug, einem Abbruch oder im Zuge von Sanierungsarbeiten fallen mitunter verschiedene Mengen an Gipsabfällen an. Nun stellt sich die Frage nach der Entsorgung von Gips und gipshaltigen Baustoffen. Schönerweise ist Gips in Reinform zu 100% recyclebar. Zudem ist Gips weder gefährlich noch umweltgefährdend, jedoch bedarf es einer gesonderten Entsorgung, aufgrund möglicherweise enthaltener Stoffe wie Glasfasern in Fertigplatten oder ähnlichem.
Kleinere Mengen an Gips können problemlos über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, zur nächstgelegenen Deponie zu fahren und die kleineren Mengen Gips vor Ort zu entsorgen. Hier wird der Gipsabfall endgelagert oder recycelt. Sollten jedoch größere Mengen an Gipsabfällen anfallen, bedarf es einer Entsorgung per Container.

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen müssen bei der Entsorgung von Gipsabfällen darauf achten, dass diese nicht mit anderen Bauabfällen gemischt werden sollten. Anderenfalls bedarf es einer Sortierung durch das Entsorgungsunternehmen oder die Deponie und weitere Kosten könnten anfallen. Zudem sollte dann vorab ein Mischcontainer gegenüber einem Container für Gips bestellt werden.

Was darf in den Container für Rigips und was nicht?

Auch wenn auf einer Baustelle unterschiedliche Müllarten anfallen, ist bei der fachgerechten Entsorgung von Gips auf ein gewisses Maß an Reinheit zu achten. Um Unsicherheiten bei der Entsorgung vorwegzunehmen, haben wir im Folgenden aufgelistet, was in einen Container für Gipsabfälle reindarf und was nicht.

Das geht

Das geht nicht

Baugips

Rigips

Gipskarton

gipshaltige Baumaterialien

Gipsputz

Gipswände

gipshaltige Trockenbauwände und -elemente

Baukalk

Gipsformteile

Bauschuttabfälle wie Beton, Kacheln, Fliesen, Schutt, Keramik, Erde, Mörtel-, Zementreste,

Steine wie Mauer-, Natur-, Pflastersteine

Ziegel wie Dach-, Ton-, Betonziegel

Kalkstein

Straßenbruch

Badmöbel wie Toilettenschüsseln

Bodenbelag

 

 

Andere Abfallarten wie Altmetall, Glas, Verpackungsmüll oder Kunststoffe dürfen ebenfalls nicht über einen Container für Gipsabfälle entsorgt werden.

Was kostet die fachgerechte Entsorgung von Gipsabfall?

Je nach Abfallvolumen variiert der Preis für einen Gipscontainer. Bei Entsorgo.de gibt es Container verschiedener Größen. Für die Entsorgung von Ripgips bekommt man beispielsweise einen Container in Berlin mit 3m³ Größe bereits ab XYZ.

Containergrößen bei Entsorgo

3 m³-Container = 2,5 m Länge, 1 m Breite, 1,3 m Höhe
5 m³-Container = 3,1 m Länge, 2 m Breite, 1,3 m Höhe
7 m³-Container = 3,6 m Länge, 2 m Breite, 1,7 m Höhe
10 m³-Container = 4,1 m Länge, 2 m Breite, 1,7 m Höhe[2]

Wie bestelle ich einen Gipscontainer?

Bei Entsorgo.de kann man über wenige Klicks einen Container für Gipsabfälle bestellen. Und das deutschlandweit sowie zum Wunschtermin. Dafür gibt man lediglich seine Postleitzahl an, wählt den zu entsorgenden Abfall – in diesem Fall Gips – aus der breiten Auswahl und sucht sich den passenden Container aus. Anschließend werden Adresse und Wunschtermin angegeben und dann kann es schon losgehen.

Wichtig: Sollte der Container für Rigips nicht auf einem Privatgelände abgestellt werden können, muss das Aufstellen des Containers bei der Stadt oder Gemeinde gemeldet werden, sofern sich dieser auf öffentlichem Raum befindet, und entsprechende Halteverbotsschilder etc. aufgestellt werden. Sollten diese Schilder im Zuge einer Baustelle nicht bereits vorhanden sein, stellen wir diese in unserem Service gerne ebenfalls zur Verfügung. Innerhalb weniger Tage ist der Gipscontainer dann zum Einsatz bereit und steht zum Wunschtermin am verabredeten Ort. Damit unser Team diesen befüllt dann wieder mitnehmen kann, sollten die Füllbedingungen des Containers bei der Gipsentsorgung beachtet werden.

Die Füllbedingungen für den Rigipscontainer

Zunächst muss sichergestellt werden, dass der Container an einem sicheren, ebenen Platz abgestellt wird. Bei der Befüllung mit Gipsabfällen sollte der Container nicht umkippen, abrutschen oder absinken können.
Weiterhin darf ein Container nicht zu voll beladen werden. Anderenfalls ist ein sicherer Abtransport nicht zu gewährleisten und unser Team kann den Container nicht mitnehmen. Daher empfiehlt es sich, bei Unsicherheiten über das Gipsabfallvolumen lieber etwas aufzurunden und einen größeren Container zu wählen.
Wie bereits erwähnt, dürfen über einen Container für Rigips und gipshaltige Abfälle auch nur die folgenden Inhalte entsorgt werden: Baugips, Rigips, Gipskarton, gipshaltige Baumaterialien, Gipsputz, Gipswände, gipshaltige Trockenbauelemente, Baukalk und Gipsformteile. Bei Unklarheiten steht unser Team gerne zur Beratung bereit. Auf diese Abfallreinheit muss bei einem Container für Gipsabfälle bitte geachtet werden, da anderenfalls für alle Parteien ein Mehraufwand entsteht.

Zwar mag es zunächst den Anschein erwecken, dass das Trennen vor Ort unnötige Zeit und Arbeit kostet, da Gips häufig auch in Kombination mit Styropor, Fliesen, Dämmmaterial oder Tapetenresten entsorgt werden muss. Jedoch wollen wir gewährleisten, dass die Gipsabfälle umweltschonend und optimal verwertet werden können und achten daher bei unserer Entsorgung auf eine grundlegende Separierung.

So wird Gips recycelt

Im Zuge einer Kreislaufgesellschaft ist es empfehlenswert, so viele Stoffe wie möglich wiederzuverwerten. Auch Gips bietet das Potenzial recycelt zu werden. Laut des Endberichts der Ökobilanziellen Betrachtung des Recyclings von Gipskartonplatten des Umwelt Bundesamts von 2017 ist die Trennung von anderen Baustoffen dabei absolut essentiell: Zum einen kann aus Gipskartonplatten wiederum Gips gewonnen werden und zudem minimiert Gips beim Recycling anderer Stoffe den schlussendlichen Reinheitsgrad dieser.
Vielerorts wird jedoch noch die Variante der Endlagerung dem Recycling vorgezogen. Laut des besagten Endberichts sind die Grundvoraussetzung für ein Recycling von Gipsabfällen in Deutschland jedoch gegeben und der Bedarf daran wird voraussichtlich in den kommenden Jahren steigen. Eine bisher gängige Methode zur Weiterverarbeitung von Gipsabfällen war und ist der Transport der Gipsabfälle nach Tschechien zur Stabilisierung von Schlammteichen. Dies war jahrelang eine kostengünstige Möglichkeit, jedoch ist mittlerweile klar, dass Gipsabfälle zu diesem Zweck rein stofflich nicht zu gebrauchen sind und zudem ökologische Risiken mit sich bringen. Perspektivisch sollten deutschlandweit mehr Recyclinganlagen gebaut werden, um im Wandel der Zeit angemessen arbeiten zu können und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

 

 

[1] Holzverbindungen zwischen verschiedenen Bauteilen

[2] Die benötigte Stellfläche aller Container beträgt bis zu 2,5 m²