Risiken und Gefahren von Asbest

Der große Ratgeber 2020

Erfahre alles über die krankmachenden Eigenschaften von Asbest sowie mögliche Folgekrankheiten und wie Du Dich beim Umgang mit Asbest davor schützt.

Lesedauer ca. 4 Minuten

Was ist gefährlich an Asbest?

Heutzutage wird an Asbest nicht mehr als die multifunktionale Faser vom Hausbau bis zur Textilherstellung gedacht, sondern vor allem an Asbest und Lungenkrebs, Spätfolgen sowie Schutzmaßnahmen bei der Entfernung von Asbest. Grund dafür sind die Asbestfasern, die bei schwach gebundenem Asbest schon durch leichte Verwitterung sowie Erschütterungen in die Luft abgegeben werden sowie bei stark gebundenem Asbest wie in Zement durch Abriss- und Sanierungsarbeiten. Diese Asbestpartikel gelangen in die Lunge und können im Zuge einer Asbestose zu einer Fibrosierung (Veränderung des Lungengewebes durch verstärkte Bildung von Bindegewebe) führen sowie zu verschiedenen Formen von Krebs im gesamten Körper. Grund für mögliche Erkrankungen sind die geringe Größe der Fasern: Sie gelangen bis in die Lungenbläschen und darüber hinaus, können hier jedoch nicht durch die Immunzellen abgebaut werden, sodass es nach Jahren durch die permanente Reizung der Fasern zu Entzündungen und Tumoren kommen kann. Auch der Irrglaube, dass weißer Asbest (Chrysotil) weniger gefährlich und leichter abbaubar ist als beispielsweise Blauasbest (Krokydolith) ist mittlerweile widerlegt: Alle Unterarten von Asbest stellen grundsätzlich ein Gesundheitsrisiko dar.

Auch die Unwissenheit darüber, ob Asbest in dem bearbeiteten Material vorhanden ist, birgt ein Risiko: Unachtsame Arbeiten an Dach-, Wand- und Bodenbelägen sowie Dämmmaterial ohne vorherige Materialprobe sorgen für einen ungewollten und ungeschützen Kontakt mit Asbest. Info: Vor dem Abbau von Asbest ist der Mineralstoff im Boden für Mensch und Tier ungefährlich. Unter diesen Bedingungen sind die Asbestfasern unbeweglich.

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Theo Weiss

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Welche Menge an Asbest ist gefährlich?

Eine Angabe darüber, ab wann Asbest gefährlich wird, kann nicht endgültig getroffen werden, da unter anderem die Dauer des Kontakts und die persönliche Veranlagung bei einer möglichen Folgeerkrankung eine Rolle spielen. Dennoch ist jeder ungeschützte Kontakt mit Asbest mitunter gesundheitsgefährdend. So wurde von der RUB (Ruhr-Universität Bochum) festgestellt, dass Asbestfasern in der Lunge auch Jahrzehnte nach dem letzten Kontakt mit Asbest nachgewiesen werden können und das in derselben Menge. Menschen, die aus beruflichen Gründen jahrelang mit Asbest in Berührung gekommen sind, haben natürlich ein deutlich höheres Risiko, an durch Asbest verursachten Krankheiten zu leiden als Personen, die nur einmalig mit Asbest zu tun hatten. Dennoch sollte man kein Risiko eingehen und bei der Arbeit mit Asbest oder bei Probenahmen immer für die richtige Schutzkleidung samt Atemmaske sorgen.

Von welchen asbesthaltigen Gegenständen geht die meiste Gefahr aus?

Laut dem Geschäftsführer des Norddeutschen Asbestsanierungsverbands (NAV) sind in Häusern, die zwischen 1960 und 1990 gebaut wurde, mit beinah hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit Asbestmaterialien zu finden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzte im Jahr 2016, dass sich noch 80 Prozent asbesthaltiger Bauteile in heutigen Gebäuden befinden. Möglicherweise betroffen sind vor allem folgende Baustoffe:
  • Cushion-Vinyl-Bodenbelag
  • Flexplatten
  • Wandbeläge und -platten
  • Dach- und Wellplatten
  • Heizkörperverkleidungen
  • Hitzeschutzvorrichtungen
  • Schweißpappen
  • Isolationen
  • Kamine und Öfen (Nachtspeicherheizung, Nachtspeicheröfen)
  • Putz, Spachtelmasse und Kleber
  • Asbestzement in allen Formen (Fensterbretter, Blumenkästen, Abwasserrohre)
  • Speicherheizgeräte
  • Elektrogeräte von vor 1983

Wichtig ist dabei aber auch zu wissen, dass Asbest in gebundener und unbeschädigter Form kein zwangsläufiges Gesundheitsgefahr darstellt. Wer als Mieter oder Besitzer in einem Haus mit verbautem Asbest lebt, muss sich also nicht permanent um seine Gesundheit sorgen. Erst durch die Freisetzung sehr kleiner Asbestfasern entsteht ein Risiko für Mensch und Umwelt. Besondere Vorsicht gilt darum bei schwach gebundenem Asbest wie bei Spritzasbest, Fußbodendämmungen und Asbesttextilien sowie bei Arbeiten an fest gebundenem Asbest wie in Asbestzement. Aus diesem Grund sollten Abriss- und Sanierungsarbeiten in jedem Fall von einem Fachmann durchgeführt werden.

Sind Asbestersatzstoffe ebenfalls krebserregend?

Nach der Gefahr durch Asbest wurden vermehrt Glasfasern, Keramikfasern und Mineralfasern (Glaswolle, Mineralwolle) im Baugewerbe eingesetzt. Damit diese nicht ebenfalls ein gesundheitliches Risiko darstellen, wurde bei der Produktion jüngerer Asbestersatzfasern auf eine vorgegebene Fasergröße sowie die Abbaubarkeit im Körper geachtet. Diese nach heutigem Wissensstand unbedenklichen Baustoffe sind als solche gekennzeichnet.

Welche Krankheiten kann Asbest verursachen?

Asbestose gilt als eine durch Asbest ausgelöste Erkrankung der Lunge und zählt zu den Pneumokoniosen (Staublungenerkrankungen). Sie entsteht zumeist erst mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte nach dem Kontakt mit Asbest und geht mit einer Fibrose des Lungenparenchyms einher. Als Folge der Asbestose kann es - ebenfalls nach Jahrzehnten - zur Entstehung von Lungenkrebs sowie Lungenfellkrebs kommen. Auch Mesotheliome, bösartige Tumore an der Pleura, dem Herzbeutel und dem Bauchfell, werden dem Kontakt mit Asbest zugeschrieben. Dazu kommen Krebserkrankungen des Rippen- und Brustfells, des Kehlkopfs und bei Frauen der Eierstöcke. Anfängliche Symptome einer Asbestose sind Reizhusten, Auswurf, Atemnot sowie Abgeschlagenheit.

Der langjährige Kontakt mit Asbest bestimmter vor allem handwerklicher Berufsgruppen wie Dachdecker, Sanierer, Elektriker, etc. zeigt ein erhöhtes Risiko für Folgekrankheiten insbesondere in Kombination mit weiteren Risikofaktoren wie Tabakrauchen. Da Asbest seit 1970 als krebserregend eingestuft ist und durch Asbestkontakt bedingter Lungenkrebs als Berufskrankheit festgelegt wurde, müssen Berufsgenossenschaften für Behandlung, Rehabilitation und Entschädigung aufkommen. Wenngleich Betroffene ihre Erkrankung dafür erst als Berufskrankheit anerkennen lassen müssen, was aufgrund der Zeitspanne zwischen Kontakt mit Asbest und Krankheitsausbruch oftmals schwer zu beweisen ist.

Ist die Angst vor Asbest übertrieben?

Nicht zwangsläufig jeder Kontakt mit Asbest führt zu Krebserkrankungen oder Asbestose. Auch ist unbeschädigter und verbauter Asbest in den eigenen vier Wänden nicht permanent ein Gefahr für Leben und Gesundheit. Dennoch sollte man das Gesundheitsrisiko von Asbest nicht unterschätzen. Witterung sowie äußere Einwirkungen in Form von Hitze oder Materialarbeiten können zu Asbestfasern in der Luft führen und zu einer unbemerkten Gefahr werden. Demontagen und Sanierungsarbeiten in alten Häusern und Wohnungen sollten darum in jedem Fall unter Einhaltung vorgegebener Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Anderenfalls drohen nicht nur hohe Geldstrafen, sondern auch die Gefährdung der eigenen Gesundheit sowie die anderer. Aus diesem Grund sollte die Entsorgung von Asbest und alle übrigen Asbestarbeiten von geschulten Unternehmen durchgeführt werden.

Was tun bei Kontakt mit Asbest?

Der direkt Kontakt mit Asbest erfolgt heutzutage wenn überhaupt unwissentlich. Dies kann vor allem bei privaten Handwerksarbeiten der Fall sein. Bei der Arbeit an asbesthaltigen Fußbodenbelägen, Fassaden oder Fensterbänken weiß der Betroffene schlimmstenfalls gar nichts von dem Gesundheitsrisiko, dem er sich aussetzt. Eine kurzzeitige Exposition mit Asbest lässt sich oftmals nur schwer nachweisen. Ein Gespräch mit dem Hausarzt sowie eine mögliche Vermittlung an einen Spezialisten können für Aufklärung sorgen, sodass ein Belastung durch Asbest eingeschätzt werden kann.Unter vorschriftsgemäßen Bedingungen wird Asbest nur noch unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen entfernt und entsorgt, sodass gesundheitliche Risiken für geschulte Unternehmen sowie Unbeteiligte weitestgehend ausgeschlossen sind.

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