Vorschriften und Schutzmaßnahmen

Das solltest Du wissen in 2020

Wir informieren darüber, welche gesetzlichen Vorgaben bei der Arbeit mit Asbest gelten und auf welche Weise Menschen und Umgebung geschützt werden müssen.

Lesedauer ca. 3 Minuten

Welche Vorschriften gelten bei der Arbeit mit Asbest?

Die Arbeit und die Entsorgung von Asbest unterliegt seit der Bekanntgabe der gesundheitsgefährdenden Folgen des Minerals für Mensch und Umwelt als Gefahrstoff. In der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist das Herstellungs- und Verwendungsverbot von Asbest seit 1993 festgehalten. Darin wird Asbest weiterhin als karzinogen der Kategorie 1 eingestuft. Diese Einordnung soll sowohl Arbeitnehmer vor Gesundheitsschäden bei der Arbeit mit Gefahrstoffen schützen als auch die Umwelt und Unbeteiligte.

Die TRGS 519, die Technische Regelung für Gefahrstoffe 519, umfasst dabei konkret den Umgang mit Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten. An diese Regelung müssen sich Betriebe sowie Privatpersonen halten, zumal einige Arbeiten mit Asbest Privatpersonen grundsätzlich verboten sind. Nach der TRGS 519 müssen folgende Punkte bei der Arbeit mit Asbest beachtet werden:

  • Anzeige bei der entsprechenden Behörde und Berufsgenossenschaft
  • Zertifikation des Betriebes
  • geschultes Personal vor Ort²
  • sicherheitstechnische Ausstattung vor Ort
  • sachkundige Aufsichtsperson
  • arbeitsmedizinische Vorsorge des Personals und Duschmöglichkeit vor Ort
  • feuchte Lagerung der Asbestabfälle zur Vermeidung von freien Asbestfasern
  • Abtransport in schließbaren Kunststoffgewebesäcken (Big Bags)
  • Entsorgung von Asbest als Sondermüll in spezielle Deponien

INFO
Unsachgemäßer Umgang mit Asbest sowie die Sammlung, Beförderung, Lagerung und Entsorgung von Asbest kann laut dem Strafgesetzbuch (StGB) zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder hohen Geldstrafen führen.

Du hast Fragen? Lass dich beraten.

Theo Weiss

Beratung Abfallmanagement

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Wer darf Asbest bearbeiten und entsorgen?

Aufgrund dessen, dass Asbest seit 1993 als Gefahrstoff eingestuft ist, ist es ungeschulten Privatpersonen grundsätzlich verboten, die Sanierung sowie die Entsorgung von Asbest durchzuführen. Ausnahmen für Privatpersonen bestehen nur, wenn diese einen anerkannten Sachkundelehrgang im Umgang mit Asbest absolviert haben. Doch auch dann, sind Privatpersonen nicht befugt, Asbestplatten zu bearbeiten oder schwach gebundene Asbestprodukte zu bearbeiten.Vielmehr muss dies ein für Asbest zertifizierter Betrieb durchführen, der von einer zuständigen Behörde zugelassen werden muss und nach der TRGS 519 strenge Vorgaben beachten muss.

Welche Arbeitsbedingungen müssen vor Ort gelten?

Die Arbeiten mit Asbest müssen von dem verantwortlichen Sachkundigen permanent kontrolliert werden.
Für die Arbeit an schwach gebundenen Asbestprodukten müssen spezielles Fachpersonal, umfangreiche lufttechnische Geräte und spezielle Arbeitsmittel vorhanden sein.
Für Asbestzementprodukten müssen Arbeitsmittel, Geräte sowie Sicherheitsvorkehrungen für den Abbau vorhanden sein.
Das abgebaute Material darf weder geworfen noch mechanisch bearbeitet werden.
Das Personal muss sich mit allen Schutzmaßnahmen und Geräten auskennen.
Das Personal muss Schutzkleidung samt Atemmaske tragen.
Die Abfälle sind feucht zu lagern bis zum Abtransport in schließbaren Big Bags.
Asbestreste dürfen auf keinen Fall anderweitig weiter benutzt werden, sondern sind als Sondermüll auf entsprechenden Deponien zu entsorgen.
Dekontaminationsbereich in Form des Schwarz-Weiß-Prinzips. (Duschen und Desinfektionsmöglichkeiten als “weißer” Bereich um einen kontaminierten “schwarzen” Bereich verhindern das Verschleppen von Schadstoffen.)

Asbestsichere Schutzkleidung

Bei Demontage, Sanierungsarbeiten und der Entsorgung von Asbest müssen die Umgebung sowie das arbeitende Personal hinreichend vor Asbestfasern geschützt werden. Die umfassende Schutzkleidung bei Arbeiten mit Asbest beinhaltet:

  • Ganzkörper-Schutzanzug der Kategorie III, Typ 5-6 (Schutz bei tödlichen Gefahren oder schwerwiegenden Folgeschäden (Kategorie III), staub- und partikeldicht (5) sowie begrenzt sprühdicht (6)).
  • Schutzhandschuhe und -überschuhe.
  • Schutzbrille bei Bedarf.
  • Kleidung wie T-Shirt, Unterwäsche und Socken für unter dem Anzug.
  • bei Asbestkonzentration bis 100.000 F/m3: partikelfilternde Halbmasken FFP2 für kurzfristige Arbeiten, Halbmasken mit P2-Filter bei langfristigen Arbeiten oder Maske mit Gebläse und Partikelfilter TMP1.
  • bei Asbestkonzentration bis 300.000 F/m3: partikelfilternde Halbmasken FFP3 für kurzfristige Arbeiten, Halbmasken mit P3-Filter für längerfristige Arbeiten oder Maske mit Gebläse und Partikelfilter TMP2.
  • bei Asbestkonzentration über 300.000 F/m3: Vollmaske mit Gebläse und TMP3 Filter bei Asbestkonzentration über 4.000.000 F/m3 (wie bei Entfernen von Spritzasbest): Isoliergeräte einsetzen

Müssen Asbestarbeiten gemeldet werden?

Zertifizierte Betriebe für Asbestarbeiten müssen mindestens sieben Tage vor Arbeitsbeginn die zuständige Arbeitsschutzbehörde informieren und dabei einen umfassenden Arbeitsplan sowie eine vorab durch den Betrieb getätigte Gefährdungsbeurteilung vorlegen. Zudem muss die Arbeitsschutzbehörde über Ort und Beschäftigte informiert werden.

Hilft Lüften und Waschen bei und nach Asbestarbeiten?

Bei der Arbeit und Entsorgung von Asbest sollte man unbedingt auf Nummer sicher gehen, will man mögliche Folgeerkrankungen ausschließen. Bei der Arbeit mit Asbest getragene Kleidung kann nur von Spezialreinigungen gesäubert werden. Das Lüften bei und nach Asbestarbeiten mindert zwar die Konzentration, verhindert aber ohne ausreichende Schutzkleidung sowie Atemmasken nicht das mögliche Eindringen von Asbestfasern in die Lunge.

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